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Biogartenbau wie bei den Profis

Die Vorteile eines eigenen Biogartens für Ihre Gesundheit und Ihr Essvergnügen sind unermesslich. Dennoch wird es Sie vorerst einiges an Zeit und Aufwand kosten. Wahrscheinlich fragen Sie sich, womit Sie am besten anfangen.

Wenn Sie ein echter Fan von biologischem, nachhaltigem Anbau sind, dann sollten Sie in Erwägung ziehen, einen Teil Ihres Gartens unbebaut zu lassen um dort natürlicher Flora und Fauna einen Raum zur Entfaltung zu geben. Davon profitiert auch der Rest Ihres Gartens, denn diese Fläche wird nützliche Vögel und Insekten anlocken, die Ihnen unter anderem bei der Bestäubung behilflich sein werden.

Leicht und schnell lässt sich der Boden für einen mehrjährigen Garten vorbereiten. Dazu stechen Sie mit dem Spaten die geplanten Beete ab, graben anschließend die oberste Erdschicht um und bedecken schließlich die künftigen Beete mit einigen Zentimetern Holzplättchen. Wenn diese nach einigen Wochen verrottet sind können Sie mit dem Pflanzen beginnen.

Wenn Ihre Saat erst einmal gesprossen ist, dann benötigt Sie nicht mehr so viel Wärme wie zuvor. Platzieren sie die wachsenden Pflanzen etwas entfernt von der Wärmequelle. Entfernen Sie dazu auch etwaige Plastikabdeckungen, die die jungen Triebe schützen sollten. Überprüfen Sie die Triebe regelmäßig um zu sehen, wann es soweit ist.

Auch wenn es gerade vielen Anfängern entgeht, Freiraum ist auch ein wichtiger Aspekt. Pflanzen brauchen Platz zum wachsen und eine ausreichende Luftzirkulation ist ebenfalls für jede Pflanze unentbehrlich. Wenn Sie sich ausreichend Gedanken über die Platzaufteilung machen werden Sie auch beeindruckendere Ergebnisse erzielen.

Es ist möglich Unkraut auf natürliche Weise zu bekämpfen. Dazu nehmen Sie einfach einige Lagen Zeitungspapier. Auch Unkraut braucht Sonnenlicht. Wenn Sie nun das Unkraut mit Zeitungspapier bedecken wird es von alleine eingehen – ohne die chemische Keule. Zeitungspapier eignet sich deshalb so gut, da es sehr gut verrottet. Um das ganze etwas hübscher aussehen zu lassen bedecken Sie das Zeitungspapier zusätzlich mit etwas Mulch.

Beim Pflanzen in Töpfen sollten Sie darauf achten, die Samen in einer Tiefe einsetzen, die etwa ihrem dreifachen Radius entspricht. Einige Pflanzen, wie beispielsweise Petunien, bilden eine Ausnahme zu dieser Regel und sollten kaum bis gar nicht von Erde bedeckt sein, denn sie brauchen Sonnenlicht zum treiben. Sollten Sie sich bei einer Pflanze nicht sicher sein, sehen sie auf der Samenpackung nach oder schauen Sie im Internet.

Ein etwas untypischer Tipp ist es, Ihre Setzlinge zu „tätscheln“. Nehmen Sie ein Stück Karton oder Ihre Hände und wuscheln Sie die Setzlinge ein bis zwei mal am Tag durch. Es mag etwas seltsam klingen, aber es scheint das Wachstum der Pflanzen anzuregen.

Bei Problemen mit Schnecken empfiehlt sich eine Bierfalle als biologische Alternative. Dazu vergraben Sie ein Glasgefäß mit breiter Öffnung bis zum Rand im Boden und füllen es bis ein paar Zentimeter unter den Rand mit Bier auf. Das Bier lockt die Schnecken an, die dann im Glas gefangen sind.

Versuchen sie mit unbehandelten Steinen, Ziegeln und Holz ein Hochbeet zu errichten. Wenn Sie Holz benutzen gehen Sie sicher, dass es nicht leicht verrottet und unbehandelt ist. Dazu eignen sich am besten Zypresse, Zeder oder Akazie. In einem Gemüsegarten sollten Sie behandeltes Holz meiden, denn die Chemikalien können in den Boden und somit in die Setzlinge sickern. Wenn Sie dennoch behandeltes Holz nehmen wollen, sollten sie eine Plastikfolie zwischen das Holz und die Erde bringen.

Obwohl der Biogartenbau einige Herausforderungen stellt, die mit dem Gebrauch von Chemikalien leicht zu beseitigen wären, so stellt die Ernte von gesunden, unbehandelten Erträgen doch eine ausreichende Entlohnung für die Mühen dar. Denn vom Verzicht auf giftige Chemikalien profitiert sowohl Ihr Körper als auch die Umwelt.

Wie Sie nun erfahren durften erfordert der biologische Anbau Arbeit, Aufwand und Nachforschung um wirklich zu gelingen. Außerdem erfordert ein blühender Biogarten Beharrlichkeit und konstante Pflege. Wenn Sie aber die obigen Ratschläge beherzigen, so sind Sie auf dem besten Weg zum erfolgreichen Biogärtner.

 

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